Veröffentlichungen

Deutscher Kinderschutzbund Landesverband NRW e.V.

Pressemitteilung zum Weltkindertag am 20. September

Deutscher Kinderschutzbund in NRW fordert: Kinderrechte gehören ins Grundgesetz

Wuppertal, 18. September 2017

Die Kinderrechte gehören ins Grundgesetz: Diese Forderung erneuert der Deutsche Kinderschutzbund Landesverband NRW e.V. zum diesjährigen Weltkindertag am 20. September. „Eine entsprechende Verfassungsänderung wäre weit mehr als reine Symbolpolitik“, betont DKSB Landesgeschäftsführerin Eva Lingen. Eine Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz hätte ganz konkrete Auswirkungen. Die Interessen von Kindern müssten dann bei allen Entscheidungen in Politik, Verwaltung und Rechtsprechung stärker als bisher berücksichtigt werden, so Lingen weiter.

In Deutschland ist die UN-Kinderrechtskonvention vor 25 Jahren in Kraft getreten. Dennoch wird sie längst noch nicht in allen Bereichen umgesetzt. „Was uns in Nordrhein-Westfalen besonders beschäftigt, ist das nach wie vor alarmierende Ausmaß der Kinderarmut“, sagt DKSB Landesgeschäftsführerin Eva Lingen. Um die Auswirkungen abzumildern, fordert der Deutsche Kinderschutzbund in Nordrhein-Westfalen deshalb beitragsfreie Bildung für alle – egal ob in Kindertagesstätten oder Schulen. „Familien sollten weder für Bücher, Hefte, Klassenfahrten noch für das Mittagessen bezahlen müssen“, so DKSB Landesvorsitzende Marlis Herterich. Die bereits bestehenden Mittel aus dem Bildungs- und Teilhabepaket reichten nicht aus, um die Folgen der Kinderarmut zu lindern. Darüber hinaus setzt sich der Deutsche Kinderschutzbund bundesweit für eine eigenständige Kindergrundsicherung ein, die finanzielle Leistungen für Familien gerechter verteilt.