Zum Tag der gewaltfreien Erziehung am 30.4.2012 schreibt Jörg Schneider, Vorsitzender des Kinderschutzbundes in Marl:
Der Deutsche Kinderschutzbund Marl fordert zum Tag der gewaltfreien Erziehung bessere Unterstützung für Familien in unserer Stadt
„Zwar haben Kinder in Deutschland seit 2000 das Recht auf eine gewaltfreie Erziehung (§1631 BGB); eine aktuelle Umfrage der Zeitschrift Eltern aber zeigt: 40% der Eltern wenden Gewalt in der Erziehung an. Ursache für Klaps, Ohrfeige oder Erniedrigungen sind oft Überforderung der Eltern. Eltern brauchen daher mehr und bessere Unterstützung damit Erziehung gewaltfrei gelingt“, erklärt Jörg Schneider, Vorsitzender des Deutschen Kinderschutz Marl e.V.
Seit seiner Gründung setzt sich der DKSB Marl e.V. für eine gewaltfreie Erziehung ein und bietet u.a. präventive Angebote wie: Beratung für Kinder und für ihre Eltern, schulische Förderung von Kindern und den begleiteten Umgang in seinen Räumen am Lipper Weg an. Projekte des Kinderschutzbundes „Familienpaten in Marl“ und „Gesundheitspaten in Hüls-Süd“ sind unter anderem geschaffen worden, damit das Zusammenleben in der Familie wieder mehr Freude machen kann.
Um Kinder wirksam vor Gewalt zu schützen fordert der Deutsche Kinderschutzbund daher, das neue Bundeskinderschutzgesetz, das seit Januar 2012 in Kraft ist, vor Ort zügig umzusetzen. Darin ist z.B. geregelt, dass Kommunen „Frühe Hilfen“ als präventive Maßnahmen flächendeckend anbieten sollen.
„In Marl ist dies, z.B. durch „Marlekin“, schon sehr frühzeitig und gut gelungen. Um Eltern von älteren Kinder besser zu entlasten brauchen wir allerdings den Ausbau von Elternbildung, z.B. „Starke Eltern, starke Kinder“ und die Weiterentwicklung und Sicherstellung der Angebote unserer Beratungseinrichtungen; um Kinder besser fördern zu können, müssen wir das Teilhabe- und Bildungspakets bekannter machen und entbürokratisieren; um Kinder und Jugendliche besser zu unterstützen müssen wir die Angebote der sozialräumlich orientierten Jugendarbeit weiter ausbauen und nicht immer mehr Einrichtungen in Marl schließen!“ fordert Schneider „Und wer kümmert sich um das immer dringlicher werdende Phänomen: Kinder psychisch kranker Eltern? Die Bundesregierung stellt den Kommunen Mittel für die Frühen Hilfen zur Verfügung. Das Geld ist also da und wird von den Kindern und Familien auch in Marl dringend benötigt.“, ruft er zum Handeln auf.
Wer sich beim Deutschen Kinderschutzbund gern als Mitglied oder im Bereich ehrenamtlicher Tätigkeiten engagieren möchte, soll sich melden: ( 02365 507635
Jörg Schneider
Vorsitzender